
Die 307 Einwohner zählende Gemeinde wird 1230 im Zehntregister
des Bistums Ratzeburg erstmals urkundlich erwähnt.
Um 1300 wurde in Krüzen die St.-Martins-Kapelle erbaut. 1809
wurde die Kapelle gleichzeitig als Schulraum genutzt, im Jahr 1835
wurde die Kapelle dann zum Schulhaus mit Lehrerwohnung umgebaut.
Nach Einrichtung der Dörfergemeinschaftsschule im Jahr 1969
wurde das Schulhaus dann verkauft.
1782 bis 1785 fand unter
Leitung des Amtsmannes Compe die Krüzener
Verkoppelung statt.
Im Jahr 1943/44 änderte sich das Bild unserer Gemeinde dann
entscheidend. 208 Heimatvertriebene fanden in Krüzen eine
neue Heimat. Die Not und Sorge um das nackte Leben kam bis an die
Schwelle der Höfe heran. Um jede Kammer, war sie noch so klein
und bescheiden, wurde gerungen – ca. 20 heimatlos gewordene
Menschen auf einem Hof mittlerer Größe waren keine Seltenheit.
Welch ein großes Maß an Geduld , an gegenseitiger Rücksichtnahme
gehören bei allen Betroffenen dazu, miteinander auf engstem
Raum zu leben. Darf man noch einmal an diese Jahre des großen
Leidens des deutschen Volkes erinnern?
Anfang der 50er Jahre
stellte die Gemeinde den Heimatvertriebenen die Schulkoppel als
Bauland zur Verfügung. Es wurden 15 Einfamilienhäuser
errichtet. Bis heute kamen noch viele dazu.
Wir sind heute eine
moderne, leistungsfähige Gemeinde.
Die Attraktivität der Gemeinde wurde in den letzten Jahren
durch ein umfangreiches Dorferneuerungsprogramm weiter gesteigert,
in dessen Rahmen zahlreiche öffentliche und private Maßnahmen
durchgeführt werden konnten.
Seitdem steht den Bürgern, der Feuerwehr und dem Kindergarten
ein komfortables Dorfgemeinschaftshaus zur Verfügung. Dort
findet ein Großteil des öffentlichen Gemeinschaftslebens
statt, das den Zusammenhalt der Bürger fördert.